CDU fordert mehr Tempomessungen in der Mittelstraße

12.05.2019

Jüngste Verkehrsdatenmessungen haben bestätigt, was für viele Anwohnerinnen und Anwohner in der Main- und der Mittelstraße jeden Tag gelebte Realität ist. Die von Autofahrern, Bussen und LKW´s als Umleitungsstrecke genutzte, früher verkehrsberuhigte Tempo 30-Zone im Schönower Siedlungsgebiet ist zu einer vielbefahrenen Rennpiste geworden. Bei Verkehrszählungen Ende März/Anfang April wurden bei knapp der Hälfte der erfassten Fahrzeugführer Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Das haben uns besorgte Bürger mitgeteilt.

Für die Christdemokraten Anlass, die genauen Daten und Fakten beim Bernauer Rathaus anzufordern. In einer Anfrage für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 15. Mai 2019 wollen wir wissen, ob in den letzten Wochen Verkehrsdatenerfassungen und mit welchem Ziel durchgeführt wurden. Dabei interessiert uns besonders, welche Feststellungen zur Verkehrsbelastung und zu den Geschwindigkeitsüberschreitungen getroffen wurden.

Da Anfragen einzelner Bürger und deren Engagement oft von den Behörden nur ungern aufgenommen werden, sollte, wenn sich die Daten bestätigen, aus Sicht der CDU Bernau das Rathaus mit der Polizeiinspektion Barnim und der Polizeidirektion Ost den Kontakt suchen, um auf mehr Geschwindigkeitsmessungen im Anhalteverfahren oder den Einsatz von Lichtschranken- oder Radarmessanlagen hinzuwirken. Das gleiche erwarten wir auch gegenüber dem Landkreis Barnim, um die dort vorhandene Geschwindigkeitsmesstechnik gezielt in der Mittelstraße bzw. in der Mainstraße zum Einsatz zu bringen.

Seit dem Beginn der Straßenbauarbeiten in der Schönower Chaussee beklagen sich die Anwohnerinnen und Anwohner der Main- und der Mittelstraße über den zunehmenden Verkehr, Lärmbelästigungen, Erschütterungen und Vibrationen sowie über zum Teil massive Geschwindigkeitsüberschreitungen. Darauf hatte auch der Ortsbeirat Schönow frühzeitig hingewiesen.

Da nach den aktuellen Sperrungen und Umleitungen der nächste Bauabschnitt nahtlos anschließen wird, haben wir bei der Stadtverwaltung nachgefragt, ob im nächsten Bauabschnitt der L30 einseitig mit einer Baustellenampelregelung gerechnet werden kann oder der Einsatz einer parallel führenden Behelfsstraße möglich ist.

„Über die Ergebnisse werden wir informieren und diese in konkreten Anträge für die 7. Stadtverordnetenversammlung und den Ortsbeirat Schönow einfließen lassen,“ kündigt der stellvertretende Schönower Ortsvorsteher Ulf Blättermann an.

aktualisiert von Daniel Sauer, 20.06.2019, 14:25 Uhr